Zeltlager Sommer 2013

 

 

In der zweiten Sommerferienwoche haben wir ein kleines 1-wöchiges Zeltlager veranstaltet.

Am Samstag d. 30.6.2013 kamen die Kinder auf unserem Zeltplatz an. Wir empfingen eine kleine Gruppe gutgelaunter 9-jähriger Jungen. Nachdem das Gepäck verstaut war und die Schlafsäcke und Isomatten ausgebreitet im Zelt lagen, zogen nach einem kurzen Spiel zum Kennenlernen erst mal alle los, um die neue Umgebung zu betrachten. Es wurden die Kühe, Ziegen und Schafe, sowie der Beachvolleyballplatz, der Fußballplatz, die Toiletten und Duschen und die Badestelle erkundet.

Danach stellte sich der Hunger ein. Nach dem Mittagessen fing es leider immer wieder an zu regnen, so dass die Jungs häufig im Vorzelt saßen und auf besseres Wetter warteten. Diese Zeit nutzten sie mit Gesellschaftsspielen oder unterhielten sich. Glücklicherweise wurde das Wetter am Abend besser. Daher konnte das ersehnte Lagerfeuer entzündet und das Abendbrot im Feuerschein gegessen werden . Durch das Sammeln von weiterem Brennholz rund um den Zeltplatz und die zwischendurch immer wieder stattfindenden „Stockkämpfe“ war für Bewegung gesorgt.
Um 22.00Uhr krochen die Kinder in ihre Schlafsäcke. Geflüstert und gelacht wurde noch lange.

Trotz des späten Einschlafens am ersten Abend, wachten alle um 8.00Uhr morgens gut gelaunt und mit großem Hunger auf. Nach dem Frühstück starteten wir die erste Radtour durch die nähere Umgebung. Da die Gegend sehr hügelig ist, war es für einige sehr anstrengend. Mitunter wurden die Räder bergauf geschoben. Auf dieser Radtour entdeckten wir verschiedene Pflanzen und Insekten. Auch Spuren von Rehen und Schweinen wurden gefunden und boten Anlass zu zahlreichen Fragen und Gesprächen.

Nach der Rückkehr haben sich die Kinder ihre Zeit mit Fußball spielen vertrieben. Am Nachmittag ging es zum See. Die Kinder haben beim Baden die Hülle eines toten Flusskrebses gefunden. Als sie nach einiger Anstrengung mit Stöckern ( anfassen wollte sie keiner...) ans Ufer befördert wurde, war sie lange Zeit Gegenstand biologischer Erforschungen. Abends saßen die Kinder am Lagerfeuer und unterhielten sich.

Montag früh warteten alle gespannt auf die Ankunft des Försters. Mit ihm sollte besprochen werden, ob wir im angrenzenden Wald, Brennholz für unsere Lagerfeuer sammeln dürfen. Die Kinder hatten ja bereits gemerkt, wie viel man laufen muss, um ein Lagerfeuer in Gang zu halten, wenn man immer nur dünne Äste findet. Der Förster war sehr freundlich und brachte sogar seinen Jagdhund mit, der von den Kindern neugierig begutachtet wurde. Der Förster gab uns die Erlaubnis und das große Holzsammeln konnte starten. Die Mühe wurde belohnt durch einen großen Haufen Brennholz. Dieser ermöglichte am Abend ein gemütliches Beisammensein mit Stockbrot backen, da keiner auf dem Zeltplatz herumlaufen musste um irgendwo
noch ein paar „Ästchen“ aufzutreiben.

Den ganzen nächsten Vormittag waren die Kinder damit beschäftigt Insekten zu suchen, diese vorsichtig einzufangen und unter der Aufsatzlupe zu begutachten. Sie suchten in den zur Verfügung gestellten Bestimmungsbüchern und wurden sehr oft fündig. So entstand eine beachtliche Liste verschiedener Insekten, die auf dem Zeltplatz leben. Als ein Insekt nicht in den Büchern gefunden wurde, kamen die Kinder auf die Idee, es abzumalen (siehe Fotos Zeltlager). Nach soviel „Arbeit“ freuten sich die Kinder nach dem Mittagessen auf eine Runde Volleyball. Später am Nachmittag lernten die Kinder, wie man mit Zunderpilz und Funkenschläger ein Lagerfeuer entzünden kann.

Die Theorie klang einfach. Die Praxis war dann doch schwerer. Aber nach einigen gemeinsamen Anläufen gelang es ihnen dann doch. Das Strohnest begann zu glühen und durch Pusten entstand die erste kleine Flamme. Nach kurzer Zeit brannte ein schönes Lagerfeuer. Selbst gemacht- ohne Hilfe! Die Kinder waren sichtlich stolz.

Mittwoch früh stellten wir fest, dass unser Brennholz knapp wurde. Also rauf auf die Räder und neues sammeln. Nebenbei hielten alle nach Pilzen Ausschau. Mitgebracht haben wir aber an diesem Tag nur 3 Steinpilze. War ja auch noch recht früh im Jahr. Nicht essbare Pilze gab es allerdings jede Menge. Nachmittags gingen wir dann zum Bootsverleih, um uns ein Boot auszusuchen. Mit diesem wollten wir am nächsten Vormittag eine Tour über den Labussee machen. Wir entschieden uns für einen Canadier und bestellten diesen.


Donnerstag nach dem Frühstück brachen wir auf, um in unser Boot zu klettern. Mit Schwimmwesten ausgestattet ging es zwei Stunden übers Wasser. Das gab etwas Muskelkater im Arm und viel Hunger. Aber die Kinder hatten Spaß.

Am abendlichen Lagerfeuer kam die Diskussion auf, warum Adventskränze so schnell brennen. Nach einer Erklärung mit vielen Nachfragen, stürmten die Kinder los und sammelten getrocknete Fichtenzweige. Nach vorher abgesprochenem Sicherheitsabstand, durften Sie dann die Zweige auf das Lagerfeuer werfen. Die Kinder bemerkten mit Erstaunen, wie „explosionsartig“ sich die getrockneten Fichtenadeln entzündeten und die Flammen nach oben schossen. Jetzt war allen klar, warum echte Kerzen auf Adventskränzen gefährlich sind. Andererseits war es natürlich ein toller Effekt, so ohne Gefahr - im Freien - unter Aufsicht.... Also wurden so einige Fichtenäste gesucht und anschließend mit großem Jubel verbrannt. Über die Höhe der Flammen wurde ausführlich diskutiert. Am Ende einigten sie sich darauf, dass die höchste erreichte Flamme ca. 2 Meter hoch war. Ein beachtliches Ergebnis! Und am Ende waren sich alle einig, dass echte Kerzen auf Adventskränzen nicht wirklich gut sind.

Und dann kam er schon- der letzte Tag. Diesen Freitag hatten die Kinder Zeit, sich ihr eigenes Tagesprogramm zu machen. Sie entschieden sich dafür am Vormittag ganz in Ruhe zu malen und sich über alles Mögliche zu unterhalten. Nachmittags wurden noch einmal alle Orte besucht, die ihnen in dieser Woche auf dem Zeltplatz Spaß bereitet hatten. Erst ging es zum Baden und anschließend zum Ballspielen auf den Volleyballplatz. Der Hunger verhinderte dann das Fußballspielen. Beim Abendbrot essen wurde das letzte Lagerfeuer genossen und der Tag endete mit Flüstern und Lachen im Zelt.

Samstag morgen packten dann alle ihre Sachen. Nach einem letzten Frühstück wurden die Kinder wieder nach Hause gefahren und offensichtlich glücklich und zufrieden ihren Eltern übergeben.

Wir glauben, dass die Kinder während dieser Woche viele Erfahrungen sammeln konnten und eine Menge gelernt haben. Dennoch standen Spaß und Freude immer im Vordergrund.

 

Fazit:

Dieses Zeltlager hat uns Betreuern gezeigt, dass sich unsere Bemühungen gelohnt haben. Das Zeltlager 2014 kann geplant werden. Wir freuen uns schon darauf!